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Der transzendentalen Ästhetik
Was sind nun Raum und Zeit? Sind es wirkliche Wesen? Sind es zwar nur Bestimmungen, oder auch Verhältnisse der Dinge, aber doch solche, welche ihnen auch an sich zukommen würden, wenn sie auch nicht angeschau würden, oder sind sie solche, die nur an der Form der Anschauung allein haften, und mithin an der subjektiven Beschaffenheit unseres Gemüts, ohne welche diese Prädikate gar keinem Dinge beigelegt werden können? Um uns hirüber zu belehren, wollen wir zuerst den Raum betrachten.
Von dem Raume
1. Der Raum ist kein empirischer Begriff, der von äßeren Erfahrungen abgezogen worden.
2. Der Raum ist eine notwendige Vorstellung a priori, die allen äßeren Anschauungen zum Grunde liegt.
3. Auf diese Notwendigkeit a priori gründet sich die apodiktische Gewßheit aller geometrischen Grundsütze, und die Möglichkeit ihrer Konstruktionen a priori.
4. Der Raum ist kein diskursiver oder, wie man sagt, allgemeiner Begriff von Verhältnissen der Dinge überhaupt sondern eine reine Anschauung.
5. Der Raum wird als eine unendliche Grüße gegeben vorgestellt.